Mund aufmachen?

Frau Raschke Reschke fordert in ihrem Kommentar zum Dagegenhalten auf, wenn sich des Deutschen widerliche Fratze zeigt und er seinen Hass im Netz auskippt.

Klar, wer unter Berufung auf seine Meinungsfreiheit seine Menschenverachtung kund tut, soll ruhig beim Namen genannt werden. Aber warum werden dann beim Schwestersender ZDF solche Kommentare anonymisiert Zitiert (gestern Abend in Heute+)?

Mit Blick auf Dresden und Umgebung stellt sich mir auch die Frage, was ein »Mund aufmachen« bringt, außer sich inzwischen vielleicht selbst in Gefahr zu begeben. Die Feinde jeglicher Mitmenschlichkeit und Totengräber des letzten Rests der »Demokratie« regieren Sachsen seit 25 Jahren. Als Zyniker könnte man behaupten, die Politik, die dazu führt, dass in Deutschland wieder Menschen in Lagern vor sich hin vegetieren, muss also der Wille der demokratischen Mehrheit sein.

Man könnte weiter schlussfolgern, dass es sich bei den vielen stillen Helfern die sich um die Menschen kümmern, die aus Krieg oder eben auch »nur« aus bitterer Armut flüchten, nicht um die »stille Mehrheit« handelt, sondern dass jene mit Anstand auf dem Rückzug sind.

Ganz ohne jeglichen Zynismus bleibt einem aber nur der Schluss das die Zeit für »Wehret den Anfängen!«-Aussprüche endgültig vorbei ist.

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