Heimatabend mit Bildern

Die Geschichte ist schon ein paar Tage her, jetzt hat das Hambuerger Abendblatt mehr Details zu diesem Überfall.

Ein kurzer Abriss der Fakten aus dem Abendblatt: Ein paar Schüler aus Hamburg auf Klassenfahrt, besuchen ein Stadtfest in Bad Schandau. (Auf dem Programm stand u.a. ein »Heimatabend mit Bildern«.) Auf dem Rückweg (es ist schon spät in der Nacht) werden sie von einem Dutzend Neonazis angepöbelt und zur Herberge verfolgt. In der Herberge treffen die Faschisten auf einen 15 Jährigen Jungen, dessen Vater aus China stammt. Sein Aussehen nehmen sie zum Anlass, ihm die Augenhöhle und den Kiefer zu brechen. Andere Schüler verbarrikadieren sich in ihren Zimmern. Von den Faschisten werden Parolen skandiert wie »NSDAP wir vergessen nie«.

Die gerufene Polizei lässt sich 30 Minuten Zeit braucht 30 Minuten, bis sie eintrifft. (Distanz Tatort – Polizeirevier: 3km!). Vor Ort wurde der Junge von einer Ärztin untersucht, die keine schweren Verlezungen festgestellt haben will. Erst Tage später wird er in Hamburg geröntgt und sofort operiert. Handys waren offenbar verboten und nach Darstellung der Mutter hat die Lehrerin ihres nicht raus gerückt damit der Junge seine Mutter verständigen kann. Erst nach der Abfahrt am folgenden Tag wurde die Mutter informiert, dabei sei der Vorfall verharmlosend dargestellt worden. Dem Jungen wurde seitens der Lehrer geraten, er solle genau überlegen, was er bezüglich der Tat sagen werde.

Kann in diesem besch* Land irgendjemand mal irgendwas richtig machen?

Bad Schandau, Sächsische Schweiz, Sachsen, Deutschland – Ich schäme mich so abgrundtief für euch und eure Bräsigkeit und eure Gleichgültigkeit.

Aber ich kann ja nächste Woche wählen gehen.

HA HA HA HA.

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