Scheindebatte

Man nehme eine Lobbyistin und einen Unternehmer der Pharmaindustrie, einen Politiker, der seine Funktion als Handpuppe der beiden Anderen nur schlecht überspielt – aber immer nur das Beste für den Pöbel will. Von eben jenem noch eine Handvoll als »Publikum« getarnt ins Studio gesetzt und zum Klatschen abgerichtet. Des Weiteren noch einen Kritiker der unter Anderem feststellt, dass allein Deutschland 90 Millionen Euro in den Sand gesetzt hat für ein Medikament, dessen Wirksamkeitsstudien vom Hersteller bewusst zurück gehalten werden.

(An dieser Stelle verteidigt die Handpuppe ihr Handeln mit Hysterie schürenden »was wäre, wenn doch Pandemie« Phrasen. – Applaus vom Pöbel)

Zum Schluss braucht es noch einen Moderator der die aufkeimende Diskussion (»wir machen hier keine Tamiflu Diskussion«) abwürgt wenn der Kritiker nochmal auf die mangelnde (nicht ausreichend nachgewiesene) Wirksamkeit hinweist.

Damit erhält man eine Ausgabe der so genannten politischen Talkshow »Hart aber fair« (Sendung vom 24.06.2013).

(Ich musste nach 10 Minuten der Wiederholung abschalten. Wie schon einmal, muss ich um meine Gutmütigkeit fürchten, wenn ich dieses seichte Geseier hätte länger ertragen müssen.)

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