Nebenkriegsschauplätze

Es kann den Transatlantikern, die so gerne TTIP und CETA durchdrücken wollen, eigentlich ganz recht sein, dass sich die öffentliche Kritik an diesen »Freihandelsabkommen« hauptsächlich an »Chlorhühnchen« festmacht. So präsent wie dieser Begriff teilweise war, würde es mich nicht wundern, wenn er gezielt von den Befürwortern gestreut wurde. Das klingt so schön unappetitlich hat aber vor allem den Vorteil, dass man darum einen schönen Scheinkompromiss konstruieren kann. Der eigentliche Dreck wird dann ohne großes Aufsehen durch gewunken.

Geht es nach TTIP, sollen Konzerne in Zukunft vor Schiedsgerichten Schadensersatz für staatliche Auflagen einklagen können. Allein die Idee ist in einem solchen Maße absurd, dass man sich fragen muss für wen die dieses Kasperletheater »Demokratie« eigentlich noch aufführen? Zumindest, wenn man die Definition des Grundgesetzes für Demokratie anlegt. Volksvertreter am Arsch.

Allein das Zustande kommen solcher Abkommen ist demnach eine Farce. Verhandelt hinter verschlossenen Türen, von, ja von Wem eigentlich? Es ist auch völlig egal, ob da noch die Sprechpuppen oder die Puppenspieler selbst ihre Regeln definieren, nach denen sie sich immer ungenierter an der Gesellschaft bedienen können.

Wer hinterfragt eigentlich mal die Pro-Argumente? Z.B. die hunderttausenden Arbeitsplätze, die angeblich in Europa »geschaffen« werden sollen?

Ich bin dafür, diese ganze Demokratieattrappe abzuschaffen. Das Geld was man dabei spart überweisen wir direkt an die Konzerne. Das wäre ehrlich und ich käme mir nicht mehr so verarscht vor.

Dieser Beitrag wurde unter Manchmal frage ich mich… veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.